Ombudsbüro der Technischen Universität München

Beratung zu Fragen guter wissenschaftlicher Praxis

Die Ombudspersonen beraten insbesondere zu folgenden Themen:

  • Autorschaft
  • Plagiat
  • Verfälschung und Erfindung von Daten
  • Datennutzung
  • Rollenverständnis von Betreuenden und Betreuten

Bei den Ombudspersonen finden Angehörige der TUM Gehör in schwierigen Situationen:

  • Die Ombudsperson und die stellvertretende Ombudsperson sind Ansprechpartner für Fragen zu guter wissenschaftlicher Praxis und bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten.
     
  • Zusätzlich übernimmt die stellvertretende Ombudsperson Fragen von Tarifbeschäftigten mit Bezug zur Wissenschafts-, Kunst- und Gewissensfreiheit das Amt der Ombudsperson nach TV-L.

Die Ombudspersonen involvieren weitere Personen in Absprache mit der hinweisgebenden Person unter Wahrung der Vertraulichkeit. Sie beraten, können Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, bei Konflikten vermitteln und Ombudsverfahren anstoßen. Oft genügt ein vertrauliches Gespräch, um eine Frage zu klären oder ein Problem zu lösen.

Die Ombudspersonen sind unabhängig und behandeln alle Informationen vertraulich. Sie handeln auf der Grundlage der Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und für den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Technischen Universität München (Juli 2015).

Die Ombudspersonen werden auf der Grundlage der Grundordnung der TUM (GOTUM §10) vom Senat der TUM gewählt. Die Ombudsperson nach TV-L wird von beiden Betriebsparteien bestellt (gemäß § 40 Nr. 2 zu § 3 Ziff. 3 Abs. 8 TV-L).

Die ethische Beurteilung von Forschungsvorhaben obliegt nicht den Ombudspersonen, sondern der Ethikkommission der TUM.

Ombudsperson

Die Ombudspersonen können von in der Forschung tätigen Mitgliedern und insbesondere von Mitgliedern des wissenschaftlichen Nachwuchses (Studierende, Promovierende, Habilitierende, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, Tenure Track Professor/innen) angerufen werden. Sie handeln strikt vertraulich und

  • beraten zu den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis sowie in Konfliktfällen, die sich insbesondere aus der Qualifizierungsphase ergeben und wirken auf Wunsch der Beteiligten auf eine einvernehmliche Lösung hin,
  • nehmen Hinweise entgegen zu Verstößen gegen die gute wissenschaftliche Praxis und prüfen, ob sie Berechtigung haben. Nach angemessener Bewertung des Sachverhalts werden die Möglichkeiten zur Konfliktlösung ausgelotet. So kann z. B. in einem Gespräch mit den Beteiligten geklärt werden, ob und wie ein Regelverstoß korrigiert werden kann.
  • leiten ein förmliches Ombudsverfahren ein, wenn ein Verdacht auf einen Verstoß gegen die gute wissenschaftliche Praxis vorliegt.

Die Ombudspersonen arbeiten unabhängig und sind nicht weisungsgebunden. Sie verstehen sich als unparteiische Instanz. Wenn Sie sich an die Ombudspersonen wenden, wird von Ihnen erwartet, dass Sie auch Ihrerseits strikte Vertraulichkeit wahren. Anonymen Hinweisen wird nicht nachgegangen.

Ombudsgremium

Wenn die Prüfung eines Hinweises durch die Ombudspersonen einen hinreichenden Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten ergeben hat, richten die Ombudspersonen ein ad hoc-Ombudsgremium ein, das den Sachverhalt umfassend aufklärt und eine Entscheidung trifft. Bestätigt sich der Verdacht, wägt das Gremium die gebotenen Mittel einer Sanktionierung ab und legt einen Abschlussbericht und seine Empfehlung zum weiteren Vorgehen dem Präsidenten der TUM zur Entscheidung vor.

Eine Auflistung möglichen wissenschaftlichen Fehlverhaltens, die die Einrichtung eines ad hoc-Gremiums notwendig machen, finden Sie in den TUM Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis (PDF 0,2 MB).