Hochschulfrauenbeauftragte (Gender Equality Officer)

Bei der Wahl der Hochschulfrauenbeauftragten (Gender Equality Officer) der TUM wurden Dr. Eva Sandmann, und ihre neue Stellvertreterin Dr. Nada Sissouno im März 2021 vom Senat gewählt. Die neue Amtszeit endet am 31.03.2023.

Eva Sandmann begleitet das Amt der Hochschulfrauenbeauftragten an der Technischen Universität München seit April 2008. Der stete Wandel der Gleichstellungspolitik, vom Rand der Universität zu Beginn des Amtes 1989, bis hin zum „allgegenwärtigen, zentralen Element“ der Hochschulpolitik, ermöglicht kontinuierliche Einblicke in die strategische Entwicklung der Universität und bot (und bietet) vielfältige Wirkungsbereiche. Das politische (Neben)-Amt eröffnet ihr über die Jahre hinweg eine wertvolle Lehrtätigkeit im Bereich Bio-/ Umweltethik für unterschiedliche Studiengänge.

„Der Wunsch, das Spannungsfeld zwischen Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit aktiv mitzugestalten und die, teilweise sehr abstrakten ethischen Forderungen, in den Universitätsalltag zu übersetzen, war für mich immer eine treibende Kraft für mein Engagement", so Sandmann. "Die goldene Mitte, oft eine pragmatische Lösung, um dem Ziel ein Schritt näher zu kommen, ohne die kreative Kraft außer Acht zu lassen!“

Das (nächstes Jahr in Kraft tretende) neue Bayerische Hochschulinnovationsgesetz (BayHIG) stellt nun einen weiteren großen Schritt für die universitäre Gleichstellungspolitik dar, in dem die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern als Leitprinzip festgehalten ist (Art 22). Frauenförderung wird so zur regulären Aufgabe, insbesondere für alle wissenschaftliche Bereiche, in denen Frauen unterrepräsentiert (Kaskadenmodell) sind. Die Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft (ehemals Frauenbeauftragte) bekommt durch festgelegte Zielzahlen in den einzelnen Fachbereichen (Art 23) für ihre Gremienarbeit (in Senat, Hochschulrat, Berufungskommissionen) deutlich mehr Klarheit für entsprechende Handlungsempfehlungen.

Aufgaben der Hochschulfrauenbeauftragten

  • Ausbau des EU Netzwerks zu Gender Equality. Mehr Informationen zu diesem Thema auf European Institute for Gender Equality (EIGE)
  • Sicherstellung von Mutterschutz bei Promovendinnen. Siehe hierzu die Stellungnahme der BuKoF (PDF, 157 KB) (Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten) vom 24.03.2016
  • Anreizsysteme für eine Unterstützung der Gender & Diversity Themen in Forschung und Lehre schaffen (Gender & Diversity Incentive Fund)
  • Qualitätssicherung im Personalmanagement und gerechte Bewertung nach wissenschaftlicher Qualifikation und Kompetenz als klare Vorgabe für alle Maßnahmen. Dabei wird u.a. das Ziel verfolgt, Personalentwicklungs- und Rekrutierungsprozesse den international besten Standards anzupassen. (Kooperation mit Claudia Peus)
  • Aufbau eines Netzwerks der Datenbanken für Wissenschaftlerinnen

  • Stetige Erweiterung der gesetzlichen Funktion der Frauenbeauftragten auf das politische Amt einer internationalen „Gender Equality Officer“
  • Weiterentwicklung und Stärkung des Bereichs Gender in Forschung und Lehre der TUM
  • Weiterentwicklung der Gender & Diversity Gerechtigkeit in Personalentwicklungs- und Rekrutierungsprozessen

  • Vertrauensperson für StudentInnen, WissenschaftlerInnen und TUM Angehörige, die Unterstützung anfragen und Rat suchen
  • Enge Kooperation mit dem Beratungsnetzwerk (Psychosoziale Beratung, Personalrat, Beratung Studentenwerk)
  • Vergabe der Stipendien für Chancengleichheit (Laura Bassi Award) inklusive Beratung, Auswahl in Kooperation mit TUM Stipendienstelle und der Eliteförderungskommission (Qualitätsmanagement), Berichtslegung an das Ministerium